Zensi, Zensa, Zensursula – Offener Brief an Radiosender

Posted on June 20th, 2009

Es gibt jetzt einen Protestsong zur Zensursula mit dem aussagekräftigen Titel “Zensi, Zensa, Zensursula. Das Lied hat absoluten Ohrwurmcharakter und sollte möglichst viele Leute erreichen. Wer keine Zeit hat auf eine der vielen Demos zu gehen, die heute im gesamten Bundesgebiet stattfinden, kann aber anderweitig für etwas Protest zu sorgen.

Jesse hat mal einen offenen Brief verfasst. Wenn ihr Lust und eine Minute Zeit habt, macht euch die Mühe und schickt ihn an einige (Web-)Radiostationen. Gut wäre natürlich, wenn ihr den Brief etwas umformuliert damit das ganze individueller aussieht.

Hallo liebes $station-Team.

Sicherlich ist die Diskussion um die Netzsperren, die vorgestern (ungeachtet aller Bedenken und Expertenmeinungen) im Bundestag beschlossen wurden, auch schon bei Euch angekommen. Heute finden erneut bundesweite Proteste mit dem Motto “Löschen statt Sperren” statt.

Die Demonstranten sind Leute, die sich zum Teil das erste Mal in Ihrem Leben für Politik interessieren und einsetzen.

Nun hat Oliver Kels mit Diana Leder eine geniale Protesthymne produziert: Zensi Zensa Zensursula.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr das Lied mal spielen könntet. Einerseits um die vielen engagierten Aktivisten zu ermutigen, andererseits um die Thematik weiter durchs Land zu tragen und vielleicht Leute zum Nachdenken zu bringen und nicht zuletzt, um Druck auf die Regierung auszuüben, denn die ist es, die Ihre eigene Zukunft (die nächste Generation) so vehement ignoriert.

Video und Infos hier: http://www.kels.de/2009/06/20/zensursula/
MP3 mit 320kps: Email an zensursula@kels.de schreiben, Adresse kommt per Auto-Reply zurück.

Ich danke Euch!

Deutsche Kinderhilfe ändert politische Richtung – Update

Posted on May 16th, 2009

Anscheinend versucht die Deutsche Kinderhilfe aktuell mit peinlichen Unterschriftenaktionen auf die sehr erfolgreiche, ominöse ePetition, mit mittlerweile über 82000 Mitzeichnern (Count am 16.Mai 2009) hinzuweisen. Wir von der geekosphere Crew und viele Andere freuen uns sehr aufgrund des plötzlichen Meinungsumschwungs. Die ehemals als dubios verschriene Organisation scheint ihre Argumentation als falsch erkannt zu haben und wir berichten nach unserem Kinderhilfe vs. Wikipedia Artikel, mit Freude davon ;-)

kinderhilfeAuf der Hauptseite der Deutschen Kinderhilfe korrigiert man die eigene stümperhafte Aktion und bemüht sich nun um Wiedergutmachung bei der Netzgemeinde und all jenen Bürgern, die an einen Rechtsstaat glauben. Der Text endet sogar mit einem Aufruf an ebendiese Bürger, es nicht soweit kommen zu lassen.

Manche mögen es vielleicht als Defacement oder gar bösen Hack erkennen, dafür gibt es bislang aber keine zutreffenden Berichte, Beweise oder eine Stellungnahme von der Kinderhilfe. Sicherheitshalber hier ein Screenshot, falls die Deutsche Kinderhilfe ähnlich schnell wie die SPD umkippt (um mal Fefe zu zitieren) und ihre Meinung über die ganzen Internetzensurmaßnahmen wieder ändert.

PS: Danke für den Hinweis lieber Bernd und ein schönes Wochenende.

PPS: Die Geekosphere distanziert sich von diesem Hack/Defacement (falls es eins gewesen sein sollte).

PPPS: Wir haben keine Ahnung wer es war (niemand von uns), also fragt gar nicht erst.

Update: Die Seite der Deutschen Kinderhilfe ist aktuell nichtmehr erreichbar. Vermutlich war der Schwenk zur Vernunft von kurzer Dauer ;-(

Update2: Der Text und die unmittelbaren Auswirkungen sollten aber für die Nachwelt dokumentiert werden:

Deutschlands Kinder brauchen uns!

Deutsche Kinderhilfe ist die nationale Kinderhilfsorganisation, die wegen dubioser Machenschaften 2008 aus dem Spendenrat geworfen wurde. Momentan engagiert sie sich wegen des großen Presserummels aktiv gegen die äußerst erfolgreiche Online Petition gegen Internetzensur.

Eines der Hauptanliegen der Deutschen Kinderhilfe ist die Unterstützung von Politikern, die aktiv sinnlose Symbolpolitik im Kampf gegen Kinderpornografie betreiben. Dies begünstigt eine schleichende Zensur des Internets und führt nicht zum Schutz von Kindern vor Ausbeutung und Vergewaltigung. Die logische Schlussfolgerung ist demnach, dass sich die Deutsche Kinderhilfe einem aktiveren Kinderschutz und der wirklichen Löschung kinderpornografischer Inhalte auf ausländischen Servern in den Weg stellt. Wie leicht diese erreicht werden kann, wurde bereits von Care Child nachgewiesen und sollte unbedingt hier nachgelesen werden.

Wie groß das Risiko einer schleichenden Zensur tatsächlich ist, wird durch bereits jetzt angemeldete Forderungen diverser Glücksspiel Gesellschaften und Medienunternehmen auffällig. Diese wünschen sich bereits ohne beschlossenes Gesetz eine Ausweitung der Sperren, da die Infrastruktur zur Zensur des Internets dann ja vorhanden sei.

Werte Bürger und Gesetzgeber: Bitte lassen Sie es alle nicht soweit kommen!

Hier dann noch ein paar passende Bilder:

kinderhilfe_google

rmrf8

Immerhin hat er es für die lulz gemacht.

Deutsche Kinderhilfe vs. Wikipedia

Posted on May 12th, 2009

Die Deutsche Kinderhilfe engagiert sich jetzt auch ganz besonders im Kampf gegen die Verbreitung von Kinderpornografie. Das gehört ja anscheinend zum guten Ton und ist eigentlich sehr begrüßenswert. Die Deutsche Kinderhilfe möchte dies allerdings als Gegenpol zu der kürzlich angelaufenen ePetition mit mittlerweile 76000 82000 Mitzeichnern installieren. Diese erhalte zuviel mediale und personelle Aufmerksamkeit.

Es entstehe der Eindruck, ein großer Teil der Bundesbürger sei gegen die Verfolgung von Kinderpornografie und einem angemessenen Schutz der Kinder vor dieser Art Straftaten. Alleine diese Aussage verleitet zu der Annahme, die Leute von der Kinderhilfe hätten den Petitionstext nicht genau gelesen, geschweige denn verstanden, dass es den Mitzeichnern der ePetition um genau dies geht (nur eben mit geeigneteren Mitteln als virtuelle Stoppschilder).

Abgesehen von einer Unterschriftenaktion, die Internetsperren als sinnvolle Maßname im Kampf gegen Kinderpornografie darstellt und mindestens 100.000 Stimmen erreichen soll, setzt die Deutsche Kinderhilfe anscheinend auch noch auf andere Mittel um sich bei den Bundesbürgern zu profilieren. Nach dem Ausschluss aus dem Deutschen Spendenrat und anderen Geschichten, haben sie das anscheinend bitter nötig, auf Netzpolitik gibts mehr Details.

Wikipedia ist für viele Menschen mittlerweile die erste Anlaufstelle für Informationen aller Art. Was liegt da näher als direkt bei Wikipedia die Seite der Deutschen Kinderhilfe nachzuschlagen. Dummerweise war diese Objektiv geschrieben und hatte nicht allzuviele positive Fakten zu bieten. Einige Leute von der Deutschen Kinderhilfe nahmen dies als Anlass um einen (wie es scheint) Werbetext für unterschiedlichste (tolle) Projekte dieser Organisation in Wikipedia einzustellen. Das Timing ist einfach umwerfend, liegt doch die Vermutung nahe, dass Menschen, durch das vermutlich steigende Medienecho, vermehrt auf Wikipedia zur Deutschen Kinderhilfe nachschlagen werden… Vergleicht selbst:

kinderhilfe_cheat

PS: GAGA, GOGO, TRALAFITTI

Controlling amarok via webbrowser with amarok XUL remote

Posted on April 16th, 2009

In my new room I’ve got a loft bed and was thinking about how I could control my favorite music player from there. Amarok is usually running on my workstation which is connected to my surround system. I used mpd some time ago which would in fact be kind of a solution. But I wanted to be able to access my amarok db and playlist while being up there in my bed without using two different kinds of media players.

Description

After doing some research with google and with some help from apoc I found this interesting approach: amarok XUL remote

With amarok XUL remote you can control amarok from everywhere easily with your webbrowser. You can also crawl through your library, see and manage your playlist and use all the usual media player stuff like volume or last/next track. For security reasons it’s suggested using it just in your local network and not over the internet. As that is exactly what I was looking for I gave it a try and I am just delighted. The performance in my local network is really well, searching the collection is smooth and all the other controls react with a low latency.

Installation

As amarok XUL remote is an amarok script, installation is simply done with amarok’s script manager and takes only a couple of seconds. Just open the script manager and choose “Install script”. Activate it and configure the IPs and the authentification in the configuration dialogue. After that you can connect from your laptop or whichever remote machine using the IP-adress and configured port of the computer amarok is running on by typing it in your Firefox adressbar. You will be prompted with the installation dialogue for an firefox extrension. Confirm it and open the configuration dialogue in firefox to add your authentification data, the IP and port of your amarok machine. Connect and start controlling amarok via your webbrowser from anywhere you want in your flat or room.

Some example shots

Workstation running amarok:
machine running amarok

Laptop running amarok XUL remote:
laptop running amarok XUL remote

urxvt config update – problem with tiling window managers and xorg-server-1.5

Posted on January 2nd, 2009

After updateing to xorg-server-1.5 my urxvt-terminals didn’t work as expected. Every time I tried to start urxvt client windows awesomeWM didn’t grab and maximized them as it normally should. Also the terminals were not clickable and it wasn’t possible to write in them. This problem occurs with tiling window-managers (like awesome, ion3, xmonad, aso) and a xorg version above 1.5.

To fix this you simply have to change the value for the borderless option to false. This doesn’t mean your urxvt terminals will have a border now as most tiling window managers are by default borderless. Just change the value in your .Xdefaults to:

URxvt*borderLess: true

And everything should work fine again.

Here is the complete and updated .Xdefaults. For a more detailed explanation see the related article.


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