Zwitscher v0.2: Eggdrop To Twitter Script

Posted on August 5th, 2009

by jesse

Wie versprochen poste ich hiermit mal v0.2 von unserem Twitter Script für den Eggdrop. Siyb hat das nämlich mal ordentlich gemacht ;-) Es postet automatisch, wenn jemand eine /me Action ausführt, also wird aus “* jesse bloggt mal wieder” ein “bloggt mal wieder” Tweet.

Die nächste Version beinhaltet dann ein paar Filter, zum Beispiel um “now playing…” Tweets zu unterdrücken oder eine Mindestzeichenanzahl festzulegen.

Viel Spass erstmal –> zwitscher-v0.2.tcl

Automatisches Scrobbeln mit Rockbox

Posted on June 29th, 2009

by jesse

Juhuu, endlich wieder etwas Technik hier \o/

Im Leben eines jeden Geeks kommt irgendwann die Zeit, in der 256 Megabyte auf dem MP3-Player einfach nicht mehr genug sind. Vergangene Woche war es bei mir soweit. Auf heftiges Anraten in unserem Channel habe ich mich für einen Rockbox-tauglichen Player, einen gebrauchten SanDisk sansa e260, entschieden. OpenSource auf dem MP3-Player? Sehr geil! Alles was man irgendwie mit so einem kleinen Teil realisieren könnte… kann man nun :)

Mich interessierte natürlich auch besonders der Last.fm-Support und ein stressfreies Übermitteln ins eigene Profil. Im Folgenden zeige ich, Walkthrough-style, wie ich das also gelöst habe. Rockbox sollte bereits installiert sein ;-)

Was habe ich hier eigentlich?

Also schliessen wir den kleinen an und schauen mal.

dmesg verrät uns alles, was wir wissen müssen (nämlich die Seriennummer und den /dev Eintrag).

...
usb 1-6: SerialNumber: 9000000000000000094B3523427DD1CEF
sd 10:0:0:0: [sdc] Attached SCSI removable disk
...

Jetzt brauchen wir nur noch die eindeutige Geräte-ID (UUID) um das Rockscrobbling robust einrichten zu können:

$ blkid | grep sdc
/dev/sdc1: UUID="6543-2342" TYPE="vfat" SEC_TYPE="msdos" LABEL="SD PLAYER"

fstab

Also ab damit in die fstab:

$ mkdir /mnt/sansa
$ echo "UUID=6543-2342 /mnt/sansa vfat rw,user,umask=007,gid=1000 0 0" >> /etc/fstab

UMASK und GID solltet Ihr natürlich auch entsprechend Eurer Umgebung anpassen. So brauchts keine Root-Rechte, um den Player mounten und beschreiben zu können.

udev

Weiter geht es mit einer Udev-Regel. Diese trifft beim Anschliessen des Players und führt automatisch unser Skript aus.

$ echo "BUS==\"usb\", SYSFS{serial}==\"9000000000000000094B3523427DD1CEF\", RUN+=\"/usr/local/bin/rockscrobbler\"" >> /etc/udev/rules.d/10-lolol.rules

Einlesen der Regeln nicht vergessen:

$ udevadm control --reload_rules

Womit soll ich es denn hochladen, lieber August?

Mit qtscrobbler und folgendem Schnippsel, liebe Liese ;)

$ cat > /usr/local/bin/rockscrobbler << EOF
#!/bin/bash
# SET...
MOUNTPOINT=/mnt/sansa/
LOGFILE=.scrobbler.log
USERNAME=jesseunseen
PASSWORD=xxxyouwishileftthisherexxx
TIMEZONE=+1
DEBUG=0
# ... AND GO
mount /mnt/sansa && \
/usr/bin/qtscrobbler-cli \
--verbose=$DEBUG \
--username=$USERNAME \
--password=$PASSWORD \
--location=$MOUNTPOINT$LOGFILE \
--timezone=$TIMEZONE && \
umount /mnt/sansa
EOF
$ chmod 711 /usr/local/bin/rockscrobbler

Und voila, MP3-Player anstöppseln und sich über das vollständigere Last.fm Profil freuen ;-)

PS: Das Foto ist von anythingbutipod.com.

Linux Games #9: Hedgewars

Posted on May 3rd, 2009

by jesse
Es kommt nicht oft vor, dass mich ein Spiel vom Hocker reisst und ich mir Zeit dafür nehme. Umso spannender ist es, wenn es dann geschieht.

Ich rede von Hedgewars, einem weiteren freien (GPLv2) Worms Clone, der im Februar 2009 erstmals mehr Downloas als Wormux verzeichnen konnte.

Runde für Runde ist es das Ziel, die gegnerischen Hogs in das Igelnirvana zu schicken und dabei selbst so sicher wie möglich positioniert zu bleiben. Behilflich sind hierbei eine Vielzahl von Waffen und Werkzeugen. Darunter alte Bekannte wie die Bazooka, Grenades, Dynamit oder Air Strikes, aber auch neue Erfindungen wie ein bombenabwerfendes, ferngesteuertes Flugzeug oder die wandernde Geburtstagstorte sind anzutreffen.

Nicht fehlen darf natürlich die Ninja Rope (das Seil), welche wie in Worms die sportlicheren Spieler anzieht und mit etwas Skill sehr mächtig eingesetzt werden kann. Die Waffen sind, nicht ganz vollständig, im hiesigen Wiki dokumentiert, wie so oft kommt es allerdings nicht mit der tatsächlichen Spielentwicklung mit.

Man kann gegen eine (recht primitive) Computer AI, zu zweit an einem Bildschirm oder über das Netzwerk spielen. Der Online Multiplayer Modus hat es geschafft, binnen kürzester Zeit unsere halbe teranetworks Crew zu infizieren. Mit fünf Mann eine “kleine Runde” zu spielen, die je nach Setup auch mal eine Stunde oder länger dauern kann, macht übelst viel Spass und soll Euch hiermit wärmstens ans Herz gelegt sein.

Hedgewars ist auf der offiziellen Website hedgewars.org im Sourcecode, in Paketen für unterschiedlichste Distributionen, oder als Binaries für Windows und Mac OS X erhältlich. Achtet jedoch darauf die jeweils aktuelle Version zu beziehen, da sonst der Multiplayer Modus nicht funktionieren wird.

Was? Noch nicht neugierig? Schaut Euch den Trailer an und joint unseren IRC Channel. Wir suchen immer Opfer Gegner.

Ivacy mit OpenVPN unter Linux

Posted on January 30th, 2009

by jesse

Nach monatelanger Funkstille meinerseits mag ich mich auch mal wieder zu Wort melden. Ja – unsere IRC Junkies wissen es – es gibt mich noch ;-) Habe ich in letzter Zeit eher im Hintergrund mitgewirkt so ist es doch mal wieder Zeit für einen Post. Und in diesem soll es nun um Ivacy gehen (lies: yet another VPN provider). Über apoc bin ich auf diesen Anbieter gestossen.

Über den Sinn oder Unsinn einer solchen Geschichte sollte sich da jeder selbst seine Gedanken machen. Fakt ist halt, dass die VDS in Deutschland leider Realität geworden ist und dazu führt, dass sich immer mehr Surfer bei dem was sie machen unwohl fühlen. Fakt ist auch, dass Tor nur bedingt sicher ist und leider zuweilen nervraubend langsam daher schleicht.

Ich wollte mir das auf jeden Fall mal anschauen und habe mir einen kostenlosen Trialaccount angelegt (siehe auch Gutscheincode “URSULA”). Wie man das anonymisierte Surfen mit PPTP realisiert hat apoc bereits ausführlich beschrieben. Mir stand heute der Sinn nach der OpenVPN Implementierung.

Die nötigen Infos stehen im Loginbereich zur Verfügung, aber leider nur für Windows oder Klicki-Bunti Linux Ubuntu. Für die schnellen Tipper fasse ich nachfolgend ein Konsolen-Walk-Through zusammen.

Ihr beginnt natürlich mit der OpenVPN Installation. Eine aktuelle Version ist hilfreich (getestet mit OpenVPN 2.1_rc11).

$ emerge -av openvpn
# oder
$ apt-get install openvpn

Es folgt die Config /etc/ivacy.conf:

client
dev tun0
proto udp
remote openvpn.ivacy.com 1194
resolv-retry infinite
nobind
persist-key
persist-tun
ca /etc/openvpn/ivacy-ca.crt
cert /etc/openvpn/ivacy-client.crt
key /etc/openvpn/ivacy-client.key
tls-auth /etc/openvpn/ivacy-tls.key 1
ns-cert-type server
comp-lzo
verb 3
auth-user-pass
redirect-gateway
script-security 3
reneg-sec 0
up /etc/openvpn/update-resolv-conf
down /etc/openvpn/update-resolv-conf

Aufmerksame Leser sehen sofort, hier fehlen uns noch die angegebenen Zertifikate und Schlüssel. Am Besten kopiert Ihr die aus ivacy.com/en/doc/help/setup/winxp_openvpn.

$EDITOR /etc/openvpn/ivacy-ca.crt /etc/openvpn/ivacy-client.crt /etc/openvpn/ivacy-client.key /etc/openvpn/ivacy-tls.key

Nicht vergessen, ordentliche Rechte zu vergeben:

$ chmod 600 /etc/ivacy*

Und das wars auch schon. Einklinken könnt Ihr Euch jetzt mit:

openvpn --config /etc/openvpn/ivacy.conf
# nach dem Testen: daemonize it :)
openvpn --daemon ivacy /etc/openvpn/ivacy.conf

Ihr werdet nach Eurem Login und Passwort gefragt. Sind diese korrekt werden entsprechende Routen angelegt und Euer Traffic fliesst durch Ivacy.

Leider erhalte ich schon den ganzen Tag nach einiger Zeit read UDPv4 [ECONNREFUSED]: Connection refused (code=111). So ganz stabil scheint das also noch nicht zu sein. Ich hoffe, das bessert sich noch.

Edit wegen dem DNS-Problem:

Ivacy pusht die eigenen DNS-Server, aber unsere config hat das nicht verarbeitet. Schaut nach, ob Ihr das Paket resolvconf und das OpenVPN Script update-resolv-conf habt und tragt folgendes nach:

$ echo "up /etc/openvpn/update-resolv-conf" >> ivacy.conf
$ echo "down /etc/openvpn/update-resolv-conf" >> ivacy.conf

In der Konfiguration oben habe ich es bereits geändert.

Offener Cut-Up an die Musikkapitalisten

Posted on April 26th, 2008

by jesse

Eine der Flausen, die ich seit einigen Tagen mit mir herumtrage ist es, einen eigenen Cut-Up Text zu verfassen. Ins Gehirn gepflanzt bekam ich diese Idee durch das 24C3 Resume des classless Kulla, der das viel besser kann als ich. Nur waren die Kommentare und Gedanken, die mir die Blogger heute zu dem offenen Brief an Frau Merkel lieferten, einfach zu gut um es nicht zu versuchen.

Aber genug des Disclaimers, es folgt der offene Cut-Up der Blogosphere an die Musikkapitalisten. Viel Spass ;)

200 “Künstler” jammern in einem offenen Brief an die Kanzlerin. Sie reden jedoch nicht von Kunst, sondern von Geld. Grundsätzlich ist die Wahrung von geistigem Eigentum durchaus zu unterstützen. Einen Brief mit so viel Ignoranz und Jammereinstellung zu schreiben ist schon echt übel und von den Unterzeichnern werde ich mir mit Sicherheit nichts mehr kaufen.

Jetzt weinst du… Ach, Das tut mir aber leid. Wenn es bei mir scheiße läuft, schreib ich auch keinen Brief an Mama Merkel und versteck mich hinter den Künstlern.

Es ist erschreckend, mit welcher Naivität die Künstler hier Methoden fordern, die von einer breiten gesellschaftlichen Schicht längst kritisiert werden. Letzten
Endes bedeutet dies, dass diese kreativen Köpfe Freunde von Diktatur und Überwachung sind.
Genau solche Maßnahmen waren allerdings auch Anfang April vom Europäischen Parlament ausdrücklich abgelehnt worden.

Hey, warum sagt ihr Euren Kunden(!) nicht gleich, dass die sich verpissen sollen? Ach, das tut Ihr ja schon seit Jahren. Sorry, ich vergaß. Bewegt Euch oder geht unter, es juckt mich nicht… Was kann ich für euer geficktes Businessmodell?

Ein Künstler ist jemand, der seiner Kreativität freien Lauf lässt, ungeachtet materieller Faktoren. Der Künstler is kreativ, nicht der Abteilungsleiter Rechnungswesen. Spendet Brot für die Armen, insbesondere denjenigen Vollkünstlern, die dieses Pamphlet unterschrieben.

Allein die Idiotie, dem Urheberrecht und dem geistigen Eigentum einen Feiertag zu widmen, ist mehr als schwachsinnig. Es geht in ihm keineswegs um die Zukunft des Standorts Deutschlands und auch nicht um die Existenz junger Künstler, sondern – ganz banal – um die Sicherung von Pfründen.

[Ist] eines der Kernelemente unserer Gesellschaft, dass wir den Wert von Dingen nur noch am Zahlenwert vor dem Eurozeichen festmachen? Dass selbst Kultur heute Wirtschaft sein muss, um ernstgenommen zu werden? Von mir bekommt ihr nicht einen roten Heller, ich scheiß auf euer Eigentum. Kultur kann nur Allgemeingut sein! Die grössten Kunstwerke wurden nicht aus einem kommerziellem Zweck erschaffen.

Wenn man durch illegale Downloads “Künstler” wie DJ Ötzi und Scooter zum Aufgeben zwingen kann – ICH BIN SOFORT DABEI! Ein Schelm wer dabei Böses denkt! Es
wird an Vielfalt einen ernormen Schub geben, wenn die Musikindustrie nicht mehr bestimmt, was im Radio gespielt wird.

Wie viel Wahrheit steckt in einer von der Industrie selbst gesponsorten Studie? 70% Filesharing + 46% HTTP + 15% "Kleinkram" = 131% … Wow, da sieht man, dass das Internet ein Wachstumsmarkt ist. Völliger
Blödsinn, es geht doch nur um mehr Kohle, Zaster, Rendite. Ende.

Wird nur schwierig sein [von den sagenumwobenen Nachwuchstalenten] überhaupt einen zu finden, diese sind nämlich in der Regel selbst damit beschäftigt ihre Zukunft zu planen. Eine Zukunft, in der sie völlig selbstständig ohne Plattenfirma funktionieren können.

Die Muikindustrie steht für mich synonym für Verzweiflung! Sie selbst wird als Übeltäter ihres eigenen Versagens ohnehin nie aus diesem Dilemma herauskommen.

Learn to play or get the fuck out.


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