by jesse

Zugegeben, einen RDP Port (Windows, Remote Desktop) nach aussen geöffnet zu haben ist ziemlich unverantwortlich. Deshalb hat mein Chef ein VPN eingerichtet. Weil Zeit bekanntlich Geld ist muss dafür das VOIP Gateway von AVM herhalten. Die Geschichte ist schön einfach einzurichten und alle Mitarbeiter können glücklich von zu Hause in das Büronetz. Alle ausser mir.

Ich habe zwar noch eine Windows Partition auf dem Notebook rumfliegen, allerdings ist es mir echt zu doof immer neu booten zu müssen nur weil ein ansonsten ziemlich rockender Hersteller auf Linux User pfeift und für sie keinen VPN CLient anbietet. Den Ausweg bietet mir da unser Linux Server, auf dem ein paar Testprojekte liegen. SSH verschlüsselt und ist auch sonst sicherer als alles, was Microsoft jemals in den Händen hatte. Also darf ich einen Port dafür aufmachen.

Diversen Traffic über SSH auf denselben Server tunneln kannte ich schon, aber wie komme ich mit meinem rdesktop von der Linux Box auf den Windows Server? Iptables? Viel einfacher!


(meine ersten Schritte mit GiMP und mal wieder zu viel Kaffee gehabt heute *g*)

Ich rufe SSH auf meiner Kiste mit:

ssh -g -L 3389:windowsserver.im.buero.lan:3389 linuxserver.von.aussen

auf und authentifiziere mich (mit Pubkeys hat man ähnliche Funktionalität wie mit den VPN Zertifikaten für die User).

Jetzt starte ich, immer noch lokal, meinen Remote Desktop Protocol Client und gebe als Zielserver mich selbst an:

rdesktop localhost

Meinem Chef als ein typischer Windows Administrator des Mittelstands wird das gefallen :-)

Übrigens, geholfen das zu verstehen hat mir diese Seite, mitdenken ist dort wegen ein paar Typos trotzdem gefordert.