Ultimative Geekfilme Teil 1
Geeky, German December 23rd, 2007Inspiriert von einigen englischsprachigen Geekfilme Listen möchte ich Euch mit dieser hiermit beginnenden Serie einige Filme ans Herz legen, die man als Geek, Nerd oder Hacker einfach gesehen haben muss. Übrigens sind sie auch prima als Geschenk geeignet (leider bisschen spät für Weihnachten), also ich würde mich über jeden freuen.
Ausgesucht habe ich nach verschiedenen Kriterien. So muss in einem Film nicht unbedingt ein Supercomputer gehackt werden, um es in meine Liste zu packen. Es geht mir auch um mitschwingende Botschaften, herausgearbeitete Charaktere oder Gesellschaftskritik. Bevor es jetzt losgeht möchte ich noch erwähnen, dass ich Filme am liebsten in der Original Fassung schaue, weil bei der Synchronisation leider gerne mal gespart wird und viel der Stimmung und Atmosphäre verloren gehen kann. Auch wenn Ihr vielleicht nicht jedes Wort versteht, es lohnt sich.
WarGames
Deutscher Titel: War Games – Kriegsspiele
Erscheinungsjahr: 1983
IMDB Bewertung: 7.0/10
Links: imdb | wikipedia
Ausgerüstet mit Akustikkopller, Microcomputer und der typischen Neugierde eines Hackers sucht der Jugendliche David Lightman nach Zugängen zu fremden Systemen und Hintertürchen in Programmen. Dabei bedient er sich der verschiedensten Techniken wie Wardialing, Phreaking und Social Engineering um an Informationen zu gelangen oder auch seine Schulnoten aufzubessern.
Bei dem Versuch, in das System eines Spieleherstellers zu gelangen erhält er plötzlich Zugang zu WOPR, einem Rechner des Nordamerikanischen Luft- und Weltraum-Verteidigungskommando (NORAD). Ohne so recht zu wissen, was er tut, startet er die Simulation “Weltweiter Thermonuklearer Krieg”. Da WOPR direkten Zugriff auf das Nuklearwaffenarsenal des Landes hat wird die Simulation schnell zu einer realen Bedrohung, als die Raketen auf die Sowjetunion gerichtet werden.
Obwohl WarGames schon mehr als 20 Jahre alt ist halte ich ihn für einen sehr spannenden und unterhaltsamen Spielfilm der viele interessante Aspekte und Problematiken des damals anbrechenden Computer Zeitalters aufgreift. Aspekte, die heute immernoch ihre Gültigkeit haben. Beispielhaft genannt seien da mal das Hacken von David, der sich keine Gedanken um mögliche Konsequenzen macht oder das Anvertrauen von hochkritischen Systemen des Militärs an ungesicherte Computer, von denen im Grunde keiner Ahnung hat.
Tron
Deutscher Titel: Tron
Erscheinungsjahr: 1982
IMDB Bewertung: 6.4/10
Links: imdb | wikipedia | trailer
Ein Jahr vor WarGames kam mit Tron ein aussergewöhnlicher Film in die Kinos, einer der ersten, in dem computergenerierte Sequenzen verwendet wurden. Die Technik der Backlit Animation macht den Film in seiner visuellen Anmut bis heute einzigartig.
Aber zunächst zur Handlung: Kevin Flynn, gespielt von Jeff Bridges, sucht Beweise dafür, dass Ed Dillinger ihm Code geklaut und als seinen ausgegeben hat, was diesen zum Präsident des Grossunternehmens Encom gemacht hat. Allerdings sind seine Versuche, sich von aussen in das Firmensystem einzuhacken immer erfolglos. Nach einem Gespräch mit Freunden, die bei Encom tätig sind, beschliessen sie, sich gemeinsam in Encom zu stehlen und von innen heraus nach Beweisen zu suchen. Im Firmennetz selbst ist das Master Control Programm, kurz MCP, tätig, der die Programme des Systems in eine Art der Knechtschaft zwingt und in einem virtuellen Raum festhält. In dieser Realität innerhalb des Computersystems werden die Programme als menschenähnliche Wesen abgebildet, die Ihren Erstellern, den Usern, ähneln.
Als die Drei nun in den Gebäudekomplex eindringen und Flynns Freund, Alan, sein Programm Tron aktivieren will geht etwas schief. Das MCP wehrt sich und digitalisiert ihn, so dass er sich in der virtuellen Realität, im Computerreich, wiederfindet wo er äusserlich nicht von den Programmen zu unterscheiden ist. Gegen den Willen und die Bestrebungen des MCP und seiner Handlanger Programme macht er sich auf die Suche nach Tron und zu einem Terminal, um mit Alan in der Aussenwelt Kontakt aufzunehmen.
Nicht nur auf Grund des Kult Status ist der Film empfehlenswert. Systemadministratoren wird die Ähnlichkeit von Tron und dem Tower-Kontroll-Programm Doumont mit den heutigen Firewalls auffallen, die somit bereits einige Jahre vor ihrem Einsatz in der realen Welt thematisiert wurden. Wer sich nich von der eigentümlichen Grafik und wild umhergeworfenen Begriffen aus der EDV abschrecken lässt, wird mit Tron 92 Minuten lang bestens unterhalten. Übrigens wird es bald eine Neuverfilmung geben, da sollte man das Original gesehen haben ;)
Pi – Faith in Chaos
Deutscher Titel: Pi – System im Chaos
Erscheinungsjahr: 1998
IMDB Bewertung: 7.5/10
Links: imdb | wikipedia | Trailer #1 #2
“When I was a little kid my mother told me not to stare into the sun. So once when I was six, I did. The doctors didn’t know if my eyes would ever heal. I was terrified, alone in that darkness. Slowly daylight crept in through the bandages, and I could see, but something else had changed inside of me. That day I had my first headache.”
Das paranoide Mathe-Genie Maximillian Cohen glaubt, alles in der Welt durch Zahlen darstellen und erklären zu können. Wo es Zahlen gibt, gibt es auch Muster (Stichwort Fibonacci), sagt er und widmet sein Leben der Suche nach ihnen. Als Beispiel nimmt er sich den Börsenmarkt vor, denn dort muss es nach seiner These auch Muster und Rechtmässigkeiten geben und wenn es ein Muster gibt, kann er Vorhersagen treffen. Mit seinem Computer Euclid verbringt er Stunden, Tage, Wochen und Monate über Statistiken und Börsenzahlen. Eines Tages stürzt dabei sein Computer ab, wirft aber vorher eine 216-stellige Zahlenfolge aus, die er nicht versteht.
Auf der Suche nach dem Geheimnis dieser Zahl verstrickt er sich immer tiefer in paranoide Wahnvorstellungen, verliert zunehmend den Bezug zur Realität. Natürlich weckt seine Forschung auch Interesse bei diversen Institutionen, eine Frau von der Börse, die finanziellen Gewinn wittert und Vertreter der Kaballa werden auf ihn aufmerksam, verfolgen und bedrängen ihn. Mit dem steigenden Druck nehmen Maximillians Kopfschmerzen und die begleitenden Halluzinationen immer stärker bis er schliesslich die Kontrolle gänzlich zu verlieren scheint.
Obwohl ich kein Mathematiker bin, vielleicht gerade deshalb, zählt Pi zu meinen Top 5 Lieblingsfilmen. Die deutsche Produktion, der Original Ton ist einfach toll, ist komplett in Schwarzweiss Tönen gehalten und vermag es auf hervorragende Art und Weise, den inneren Zwang Cohens auf den Zuschauer zu übertragen, ihn zu packen und daran teilhaben zu. Nicht zuletzt dank des genialen Scores von Clint Mansell verspreche ich 84 Minuten, die Ihr nicht bereuen werdet. Zuletzt sei Euch noch der Soundtrack ans Herz gelegt, der mit bekannten Namen wie Aphex Twin, Massive Attack oder Orbital eine elektronisches, recht Drum ‘n’ Bass lastige Begleitung für die Gespräche und Stimmung nach dem Film bietet. Und hört Euch unbedingt mal den Titel Chaos total von Welle: Erdball (gleichnamiges Album) an ;-)







December 25th, 2007 at 11:13
Bis jetzt kann ich nur zustimmen – bin schon gespannt auf Teil 2 der Liste. Vielleicht entdecke ich auch mal wieder was Neues… Ich habe mir pi im kleinen Kino Metropolis in Nbg für einiger Zeit angesehen. Entweder waren die (spärlichen) Besucher hellauf begeistert oder sind zum Teil schon während der Vorstellung raus.
December 28th, 2007 at 19:21
Was ist denn das für ein fieser Hase?